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Tipps zu barrierefreien Reisen und Ausflügen in Rheinland-Pfalz

Barrierefreiheit bedeutet nicht nur eine Rampe am Eingang; entscheidend ist, dass Menschen selbstständig und ohne unnötige Hürden teilnehmen können, vom Parkplatz über die Ausstellungsräume oder das Gelände bis zur Toilette. Gerade bei Tagesausflügen macht deshalb gute Planung den Unterschied.

Ein Dinosaurier versteckt sich hinter einem Gebüsch.
Der Dinosaurierpark in der südeifeler Teufelsschlucht ist von „Reisen für Alle“ zertifiziert. Dort können Familien mit Kindern, Gehbehinderte, Rollstuhlfahrende und alle Gäste mit „spezifischen Bedürfnissen“ nicht nur spazieren und etwas über die Erdgeschichte lernen, sondern auch in einer Holzhütte zwischen den Dinos übernachten. © Sven Nieder / Felsenland Südeifel Tourismus GmbH (CC BY SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en)

Mitglieder und Familien

Wer privat einen Ausflug plant, kann mit ein paar Fragen im Vorfeld viel Stress vermeiden:

  • Anreise prüfen: Gibt es stufenlose Zugänge zu Bus oder Bahn? Sind Parkplätze in der Nähe vorhanden?
  • Wege und Gelände beachten: Breite Wege und feste Untergründe sind für Rollstühle oder Rollatoren wichtig. Kopfsteinpflaster oder steile Wege können schnell zum Hindernis werden.
  • Rollstuhlgerechte Toiletten und bei Übernachtungen barrierefreie Badezimmer mit ebenerdiger, großer Dusche.
  • Pausen einplanen: Sitzgelegenheiten und kurze Wege erleichtern den Ausflug deutlich.
     

VdK-Ortsverbände

Unsere VdK-Ortsverbände organisieren regelmäßig Tagesfahrten. Damit möglichst viele Mitglieder teilnehmen können, sollten einige Punkte frühzeitig bedacht werden:

  • Barrierefreie Busse anfragen, etwa mit Einstiegshilfe oder Lift. Allerdings sind solche Fahrzeuge relativ selten und häufig teurer als ein normaler Reisebus; ob eine Buchung vertretbar ist, muss der Ortsverband abwägen.
  • Ausflugsziele vorher prüfen: Gibt es Aufzüge, barrierefreie Toiletten und kurze Wege? Sind sie zertifiziert?
  • Realistische Zeitplanung: Menschen mit Rollator oder Rollstuhl sind oft langsamer unterwegs.
  • Bedarfe erfragen: Eine kurze Abfrage bei der Anmeldung hilft, Unterstützungsbedarf zu erkennen.
  • Begleitpersonen einplanen, wenn zusätzliche Hilfe notwendig ist.

Im Internet informieren

Doch ob privat oder als Ortsverband: Hilfreich bei der Planung sind Internetseiten, zum Beispiel von der Landestourismusorganisation unter Externer Link:https://www.rlp-tourismus.com/de/erleben/barrierefreies-reisen, die barrierefreie Angebote übersichtlich vorstellen. Ein paar Beispielfotos lohnenswerter Reiseziele haben wir in unserer Bildergalerie veröffentlicht, aber es gibt natürlich unzählige weitere – alle genauso schön, wie das Land Rheinland-Pfalz selbst.