Kategorie Aktuelle Meldung Sozialpolitik

Sozialministerin zu Gast beim VdK Rheinland-Pfalz

Von: Katie Scholl-Göttlinger

Pflege, Einsamkeit und die Erreichbarkeit von Behörden: Diese Themen standen im Mittelpunkt des Antrittsbesuchs von Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Staatssekretärin Kathrin Anklam-Trapp (beide SPD) beim VdK Rheinland-Pfalz.

Ein Mann steht zwischen zwei Frauen.
Die Stimmung war gut, trotzt ernster Themen beim Gespräch zwischen (von links) Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, VdK-Landesverbandsvorsitzendem Willi Jäger und Staatssekretärin Kathrin Anklam-Trapp. © Scholl-Göttling|VdK

„Wir freuen uns, dass wir bereits so früh zu einem Austausch beim VdK zusammenkommen konnten“, sagte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die zum Zeitpunkt des Treffens erst seit sechs Wochen im Amt ist. Auch Staatssekretärin Kathrin Anklam-Trapp betonte: „Bei den derzeitigen antidemokratischen Kräften und Entwicklungen, die sich gegen den Sozialstaat richten, ist der VdK einfach wichtig.“

VdK fragt nach

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle sozialpolitische Themen und die Herausforderungen, die viele Menschen in Rheinland-Pfalz bewegen. Moritz Ehl, VdK-Abteilungsleiter Sozialpolitik und Sozialrecht, sowie Referentin Merle Köppelmann nutzten die Gelegenheit, um die Anliegen des Verbands einzubringen und gezielt nachzufragen.

Digitaler Pflegeplatzfinder

„Wann kommt der schon lange angekündigte digitale Pflegeplatzfinder?“, fragte Ehl mit Blick auf die vielen Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen im Land. „Wir suchen noch nach dem richtigen Weg, diesen umzusetzen, ohne die Einrichtungen gleichzeitig mit zusätzlicher Bürokratie zu belasten“, erklärte Kathrin Anklam-Trapp.

Bekämpfung von Einsamkeit

Aufgrund des neuen Ressortzuschnitts kündigte die Sozialministerin an, Armutsbekämpfung und soziale Teilhabe künftig stärker mit den Themen Einsamkeit und Frauen zu verknüpfen. „Hier sehe ich unsere VdK-Ortsverbände als wichtigen Beitrag gegen Einsamkeit, denn dort wird Gemeinschaft regelmäßig bei Feiern, Ausflügen und Vorträgen gelebt“, sagte VdK-Landesverbandsvorsitzender Willi Jäger.

Zwei Männer und drei Frauen sitzen an einem Tisch und reden.
VdK-Landesverbandsvorsitzender Willi Jäger (mitte) gemeinsam mit VdK-Abteilungsleiter für Sozialpolitik und Sozialrecht, Moritz Ehl, sowie VdK-Referentin Merle Köppelmann (links) im Gespräch mit Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (Zweite von rechts) und Staatssekretärin Kathrin Amklam-Trapp (rechts). © Scholl-Göttlinger|VdK

Erreichbarkeit von Leistungsträgern

Außerdem wurde die immer schwierigere Erreichbarkeit von Leistungsträgern angesprochen. So hatten sich vermehrt VdK-Mitglieder über verschlossene Türen bei der Agentur für Arbeit beschwert. Dort werde zunehmend auf digitale Angebote gesetzt, was zu einer Ausgrenzung vieler Menschen führe. Staatssekretärin Kathrin Anklam-Trapp versprach, das Thema auf die politische Agenda zu nehmen.

Nach dem offenen und konstruktiven Austausch kündigte der VdK an, auch künftig regelmäßig zu gemeinsamen Treffen einzuladen.