Ergebnis VdK-Umfrage: ePa scheitert oft an Technik
Nutzen Sie bereits die elektronische Patientenakte (ePa)? Diese Frage stellte der VdK Ende 2025 seinen Mitgliedern. Über die Ergebnisse der Umfrage sprach die VdK-Zeitung mit einem ePa-Coach, der ältere Menschen bei der Einrichtung unterstützt.

Die Ergebnisse
Die Befragung zeigt: Mehr als die Hälfte der VdK-Mitglieder würde die ePa nutzen, wenn die Technik einfacher wäre. Neben den 37 Prozent aktiven Nutzerinnen und Nutzern gaben weitere 17 Prozent an, die ePa verwenden zu wollen, sofern technische Hürden wegfielen.
ePa-Coach berichtet
„Viele ältere Menschen haben prinzipiell technische Probleme beim Umgang mit ihrem Handy“, erklärt Olaf Biesenbach. Der VdK-Schriftführer und Internetbeauftragter aus Unkel ist seit Mitte 2024 Digitalbotschafter und seit September 2025 ePa-Coach in Rheinland-Pfalz. Er unterstützt ältere Menschen ehrenamtlich bei der Einrichtung der ePa und berichtet, dass im Durchschnitt zwei Hausbesuche nötig sind, bis die Akte sicher auf dem Handy eingerichtet ist.
Angst vor Technik
„Die größte Sorge vieler Betroffener ist, etwas falsch zu machen oder versehentlich zu löschen“, bestätigt auch Rico Maaßberg, Projektleiter der ePa-Coaches in Rheinland-Pfalz. Bis Ende 2026 soll ihre Zahl von derzeit 100 auf 200 bis 250 steigen.
Beide Experten betonen jedoch die Vorteile der ePa: Zentrale, transparente Patientendaten helfen, Doppeluntersuchungen und Medikamentenwechselwirkungen zu vermeiden.
Verzögerungen beim Befüllen
Übrigens: Die technischen Verzögerungen bei der Befüllung der Patientenakte durch die Ärztinnen und Ärzte werden laut Experten vor allem durch Software-Hersteller verursacht, nicht durch die Arztpraxen.