Sozialverband VdK Kaiserslautern erstreitet 1.210.141,07 Euro
Rekord bei Nachzahlungen in Rheinland-Pfalz
Im vergangenen Jahr hat der VdK-Kreisverband Kaiserslautern für seine Mitglieder Nachzahlungen in Höhe von 1.210.141,07 Euro durchgesetzt. Dabei geht es um Geld- und Sachleistungen, die den Betroffenen gesetzlich zustanden, aber von den Behörden nicht bewilligt wurden.
„In vielen Fällen wurden Anträge zuerst abgelehnt oder zu niedrig bewilligt. Erst durch Widerspruch oder Klage konnte der VdK erreichen, dass die Menschen zu ihrem Recht kommen“, erklärt Bernd Hofmann, Vorsitzender des VdK-Kreisverbands Kaiserslautern. Für die Betroffenen gehe es dabei oft um existenzielle Fragen wie Rentenansprüche, Pflegeleistungen oder Anerkennungen von Behinderungen.
Auch landesweit zeigt sich diese Entwicklung deutlich: Im Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz summierten sich die erstrittenen Nachzahlungen im Jahr 2025 auf über 43 Millionen Euro. Gleichzeitig stieg die Zahl der abgeschlossenen Klageverfahren von 1.742 im Jahr 2024 auf 2.449 im Jahr 2025 – ein Plus von 41 Prozent.
„Das ist ein trauriger Rekord. Die Zahlen machen deutlich, wie wichtig eine unabhängige sozialrechtliche Beratung ist“, betont VdK-Landesverbandsvorsitzende Willi Jäger. „Niemand sollte gezwungen sein, sein Recht erst vor Gericht durchzusetzen. Wir brauchen faire, nachvollziehbare und rechtssichere Bescheide.“
Der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz vertritt die Interessen von über 230.000 Mitgliedern, bundesweit sind es mehr als 2,3 Millionen. Er setzt sich für Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke, Pflegebedürftige, Rentnerinnen und Rentner sowie sozial Benachteiligte ein. Darüber hinaus gibt es in Rheinland-Pfalz über 650 VdK-Ortsverbände, in denen sich rund 5.000 Menschen ehrenamtlich engagieren.